Kongress+2013

Der erfolgreiche Sojakongress 2013 "Donau Soja und die Europäische Protein-Debatte" fand am 25. und 26. November in der Kongresshalle in Augsburg, Deutschland statt.

Die Sojabohne ist in vielen Gebieten nur schwer wettbewerbsfähig, weil sie züchterisch in Europa vernachlässigt wurde. Deswegen sind größere Anstrengungen im Bereich der Fördermaßnahmen notwendig. Die gemeinsame Agrarpolitik (GAP) enthält drei wichtige Maßnahmen für den Leguminosenanbau. Die Regierungen sollen ihren Spielraum im Rahmen der neuen GAP ausnutzen, um Eiweißpflanzen und Leguminosen maximal zu fördern und z.B. im Rahmen der Agrarumweltprogramme Maßnahmen mit einer verbesserten Fruchtfolge inklusive Leguminosen fördern. Gleichzeitig sind nationale und regionale Eiweißprogramme wichtig. Diese Programme müssen besser koordiniert werden, und die regionale und überregionale Komponente muss stärker betont werden. Wir können nicht von einer “interkontinentalen” zu einer rein “lokalen” Eiweißversorgung kommen, sondern müssen gemeinsam an einem Tisch sitzen, um regionale und überregionale Konzepte – wie in der Donau Soja Initiative – gezielt und abgestimmt zu unterstützen.

Letztlich muss sich die Sojabohne aber wirtschaftlich selbst bewähren/rentieren. Da spielt die Züchtung eine sehr große Rolle. Donau Soja hat eine europäische, wissenschaftlich exzellente Gruppe von Forschern zusammengebracht. Diese haben ein gemeinsames Forschungsprogramm entwickelt, welches in Freising auf Einladung der Landesanstalt diskutiert und beschlossen wurde. Auf der einen Seite sitzen Sojaexperten aus Zentral- und Osteuropa die sehr viel praktische Erfahrung mit Soja haben, aber sehr wenig Mittel und Technologien haben. Auf der anderen Seite haben wir in Mitteleuropa hervorragende Institutionen mit sehr guter technischer Ausstattung und züchterischem Know-how - aber oft wenig Sojaerfahrung. In der Zusammenarbeit liegt deshalb für beide Seiten eine große Chance und Gewinn. Wir müssen in Brüssel darauf drängen, dass innerhalb des Horizon 2020 Programms ein Call für die Leguminosen kommt.

Eiweißversorgung ist Soja – aber auch viel mehr als Soja. Eine “Eiweißwende” ist wie unsere Energiezukunft eine komplexe und multifaktorielle Angelegenheit. Es gibt nicht einen idealen Eiweißträger, eine Lösung, sondern ein Paket an Maßnahmen und Faktoren. Der Kongress will Anstöße dazu liefern, sich integrativ mit der Materie auseinanderzusetzen. Neben regionalem Soja werden viele Aspekte diskutiert: Nachhaltiger Einsatz von Eiweißträgern in menschlicher und tierischer Ernährung (oder so ähnlich), Zielgenauere Fütterung, bessere Grünlandnutzung, andere Eiweißträger, mehr pflanzliche Eiweißnahrung für den Menschen und so fort. Die Eiweißzukunft Europas erfordert multidisziplinäre Forschung, regionale Zusammenarbeit und den Willen zu Veränderungen auf allen Ebenen – vom Bauernhof bis zur Marke. Dazu müssen wir Soja und andere Eiweißträger kombinieren und vielfach neue Wege gehen.

Am Ende soll eine Eiweißversorgung stehen, die den Wünschen der Verbraucher entspricht: Gesunde, gentechnikfreie und regionale Nahrung, mit einem kleinen Fußabdruck.

Link: http://www.donausoja.org/Seiten/Kongress-2013.aspx

Kongress 2013

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