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(Verein Soja aus Österreich; Wien, am 21.12.2011) Der Verein Soja aus Österreich hält fest: die Sojabohnen für sämtliche Produkte der Vereinsmitglieder sind vom aktuellen Bio-Skandal in Italien nicht betroffen.

„Unsere Mitglieder produzieren mehr als 140 Produkte. Diese können bedenkenlos gekauft werden“, so Matthias Krön, Obmann des Vereins Soja aus Österreich. Die Palette reicht von salzigem Knabbersoja, über in Fairtrade-Schokolade getunkte Sojabohnen bis hin zum fruchtigen Sojadrink und Tofu-Produkten.

Die Produkte der Vereinsmitglieder - Alondo Bio.k, Bernds Welt, Bamberger GmbH, Evergreen Agrarprodukte, Landgarten, Mona Naturprodukte (Joya), Power Soja, Sojarei, Shu-Chen Sojahaus und Wojnar – sind nicht betroffen.

Strenge Richtlinien

Ein Großteil der Mitglieder des Vereins Soja aus Österreich verwendet Bio-Bohnen und setzt somit keine Pflanzenschutzmittel ein. Der Anbau bei konventionellen Bohnen unterliegt strengen Pflanzenschutzrichtlinien, die Empfehlung des Fachbeirates für Bodenschutz und Bodenfruchtbarkeit und die sonst gültigen gesetzlichen Rahmenbedingungen werden streng eingehalten bzw. teilweise noch enger ausgelegt.

Auf 37.500 ha wächst heimisches Soja

Mit einer Sojaanbaufläche von rund 13.500 ha ist Oberösterreich das Sojaland Nummer 1 im Bundesländervergleich, Niederösterreich hat seine Flächen in den vergangenen Jahren auf 8.000 ha vervielfacht und das Burgenland steht nun bei 11.800 ha. „Seit mehr als 135 Jahren wird in Österreich Soja angebaut. Dieser Anbau ist garantiert gentechnikfrei, da unsere Mitglieder die gesamte Herstellungskette, vom Saatgut bis zum fertigen Produkt, abdecken“, erklärt Krön die Vorzüge der österreichischen Sojabohnen.

Betrüger fälschten italienische „Bio“-Produkte

Die italienische Finanzpolizei hat einen Betrug mit vermeintlichen Bio-Produkten aufgedeckt. Konventionelle Ware wurde als „biologisch“ ausgezeichnet und über den gesamten europäischen Handel vertrieben. Darunter waren unter anderem auch Sojabohnen. „Dieser Skandal trifft die gesamte importierende Bio-Branche. Eine kriminelle Organisation hat viele Tonnen verschiedenster Produkte und Rohstoffe als „bio“ ausgegeben“, so Krön.

Autarkie soll gestärkt werden – Züchtung eigener Soja-Bohne für Futtermittel

Österreichs Landwirtschaft belegt innerhalb Europas den dritten Platz bei der Soja-Produktionsmenge: Die heimische Anbaufläche wuchs in diesem Jahr auf über 37.500 Hektar an, die Ernteerträge liegen knapp unter 100.000 Tonnen. Die garantiert gentechnikfreien Sojabohnen aus Österreich werden zu 140 verschiedenen Produkten verarbeitet und Genießer in mehr als 30 Ländern – weit über Europas Grenzen hinaus – erfreuen sich an den gesunden, wohlschmeckenden Eiweißprodukten. Krön: „Wir setzen den Erfolgsweg mit der Kultivierung einer völlig neuen Sorte – dem Donau Soja – fort.“

Durch den verstärkten Bedarf an Soja in der Lebensmittelverarbeitung und im Futtermittelbereich ist der Anbau von Soja in den letzten Jahren stark gestiegen; 2011 betrug die Anbaufläche bereits 37.500 Hektar – und kann damit der Zuckerrübe das Wasser reichen.

„Hier ergeben sich tolle Chancen für die heimischen Landwirte“, erklärt Krön. Ein klarer Vorteil in Österreich: Durch die Zusammenarbeit in der ganzen Verarbeitungskette vom Landwirt bis hin zum fertigen Produkt wird die Nachverfolgbarkeit der Rohstoffe möglich. Ein Argument, das ganz klar für Sojaprodukte aus Österreich spricht.

Soja aus Österreich soll zu einer Marke werden

„Soja aus Österreich soll so bekannt werden wir die Mozartkugel“, stecken sich dieVereinsmitglieder ein hohes Ziel. „Die Gewissheit, ein rot-weiß-rotes Produkt zu kaufen, das nicht nur gut tut sondern auch gut schmeckt, die können wir für unsere 140 Produkte geben“, erklärt Matthias Krön.

„An einem Strang ziehen“ als Credo für Landwirte, Betriebe und Politik

„Soja ist sozusagen ein Superstar aus Österreich”, erörtert Matthias Krön die spannende Historie dieser Kulturpflanze. Entdeckt bei der Weltausstellung 1873 in Wien, führte Prof. Dr. Friedrich Haberlandt von der Hochschule für Bodenkultur bereits zwischen 1875 und 1877 die ersten Anbauversuche mit Soja in der westlichen Welt durch. „Soja hat zwischenzeitig von Österreich aus die Welt erobert“, so Krön weiter „und gewinnt in Österreich – nicht zuletzt durch unsere Aktivitäten – seit rund zehn Jahren wieder stark an Bedeutung. Soja ist eine in Österreich heimische Kulturpflanze mit langer Tradition, die eine Zeit lang in Vergessenheit geraten war“.

Der Wunsch nach gentechnikfreien Sojaprodukten, deren gesamte Wertschöpfung in Österreich liegt, führte dazu, dass Soja nunmehr wieder in Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark, Kärnten, Wien und dem Burgenland in relevanten Mengen angebaut wird.

Über den Verein „Soja aus Österreich“

Der Verein Soja aus Österreich wurde 2008 gegründet und hat seinen Sitz in Wien. Ein Großteil der Mitglieder des Vereins Soja aus Österreich verwendet Bio-Bohnen und setzt somit keine Pflanzenschutzmittel ein. Der Anbau bei konventionellen Bohnen unterliegt strengen Pflanzenschutzrichtlinien, die Empfehlung des Fachbeirates für Bodenschutz und Bodenfruchtbarkeit und die sonst gültigen gesetzlichen Rahmenbedingungen werden streng eingehalten bzw. teilweise noch enger ausgelegt. Obmänner des Vereins sind Matthias Krön (Geschäftsführer Formatio GmbH, Holding der Mona Gruppe) und Herbert Stava (Inhaber Landgarten KEG), Kassier ist Ernst Ternon (Inhaber Sojarei GmbH). Sie entscheiden gemeinsam mit dem sechsköpfigen Vorstand über die Ausrichtung und Ziele des Vereins.

Die Mitglieder des Vereins: Agro Vet, Alondo Bio.k, ARGE Gentechnikfrei, BAG Güssing, Bamberger GmbH, Bernds Welt, BGA Biogetreide Austria, Elisabeth Fischer, Evergreen Agrarprodukte, Herbert Schleinzer Biohof, Hirschhofer, LACON, Landgarten, Landhof, Leopold Pischinger, Maria Karl, Mona Naturprodukte, Naimer Alois, Perger Gerhard, Power Soja, Probstdorfer Saatzucht, Saatzucht Donau, Saatzucht Gleisdorf, Saatbau Linz, Sieglinde Hofer, Sojarei, Shu-Chen Sojahaus, Strobl Naturmühle, Wojnar.

Das Ziel des Vereins ist es, Soja in das Bewusstsein der österreichischen Bevölkerung zu bringen und den nachhaltigen Anbau von Soja in Österreich zu fördern. Soja soll als österreichische Kulturpflanze wahrgenommen werden. Details zum Verein und dessen Prinzipien finden Sie unter www.soja-aus-oesterreich.at

Rückfragehinweis:
Verein Soja aus Österreich

Mag. Ursula Bittner
Phone: + 43 1 897 23 00 49
Mobile: + 43 664 627 52 76
Mail: bittner@soja-aus-oesterreich.at

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